Aktuelles

Ausstellungseröffnung "Unser täglich Brot" im Informationszentrum Ehinger Alb in Dächingen

Im April wurden die Fotos des Fotoclubs Ehingen zum vorläufig letzten Themenweg "Unser täglich Brot" in Erbstetten im Informationszentrum in Dächingen installiert.

 

Auf einem 7 km langen Rundweg um Erbstetten wird auf 17 Tafeln und mit 16 Schaupflanzungen die Erzeugung von Lebensmitteln und die Veränderungen in der Landschaft vorgestellt.

 

In den Schaupflanzungen werden alte und seltenere Sorten, wie Einkorn, Emmer, Triticale, Lein, Amaranth sowie gängige Sorten, wie Dinkel, Weizen, Roggen, Hafer, Kartoffeln, Mais oder Raps vorgestellt und beschrieben. 

 

Die Bitte aus dem christlichen Gebet Vater unser, „Unser Täglich Brot gib uns heute“, zeigt, wie wichtig eine gesicherte Ernährung für die Menschen zu allen Zeiten war und ist.

  

Die meisten Grundnahrungsmittel werden in der Landwirtschaft erzeugt durch Ackerbau, Tierhaltung, Obstplantagen und Feldgemüseanbau. Spezielle Lebensmittel werden durch Fischfang, Wein- und Gartenbau gewonnen, auch Jagd und Imkerei tragen dazu bei. Der Ackerbau ist der Beginn eines geschlossenen Kreislaufs. Aus ihm entstehen Primärlebensmittel, wie z.B. Brot und Gemüse sowie Futtermittel für die Tierhaltung, die unter Weiterverarbeitung Fleisch, Wurst, Milchprodukte oder z.B. Eier ergeben. Der Dung aus der Tierhaltung und Kompost liefern Dünger für den Boden. Zusammen mit Sonnenlicht und Niederschlag wird Wachstum möglich, womit sich der Kreislauf zum Ackerbau schließt.

  

Unsere Landschaften in Deutschland, auch wenn sie teils natürlich erscheinen, sind durch Jahrhunderte langes Einwirken des Menschen entstanden. Ohne dieses wäre die Schwäbische Alb vom mitteleuropäischen Urwald bedeckt. Durch immer intensivere Nutzung der Landschaften, teils mit Monokulturen, besteht jedoch die Gefahr, dass wir die Vielfalt der Natur zunehmend verlieren und uns selbst damit unsere Lebensgrundlagen nehmen.

  

Die Mitglieder des Fotoclubs haben auf dem Rundweg um Erbstetten unterschiedliche Perspektiven und Lichtstimmungen eingefangen. Ein Blick in die freie Landschaft, in Ausschnitte von Ähren im Morgentau oder von Mohn im Getreidefeld. Neben den Getreideflächen findet am Feldrand auch mal ein Nistkasten an einem Obstbaum oder auch ein Ruhebänkle das Interesse unserer Fotoclubmitglieder. Alles sind Teile einer vom Menschen erzeugten Kulturlandschaft.

 

_____________________________________________________________________________________

 

Nachfolgend noch ein paar Worte zum Besinnungsweg und die darin eingebundenen Themenwege aus Sicht des Fotoclubs seit 2019. 

Der Fotoclub befasste sich mit den Themenwegen und stellte die Ergebnisse im Informationszentrum in Dächingen mit Fotoserien vor. 

 

Zu Beginn war der Stationenweg bei Altsteußlingen unser Ziel. Von den 14 Stationen, die als hölzerne Motivstelen gestaltet sind, wurden 12 Stationen in ihrer Umgebung fotografisch dargestellt.

  

2020 und 2021 mussten wir coronabedingt eine Zwangspause einlegen.

  

2022 stand der Lebens-Horizont-Weg bei Mundingen auf dem Programm. 6 Stationen laden hier zum Nachdenken über wichtige Fragen des Lebens ein. Die wohl überregional am meisten fotografierte Station ist die Metallinstallation aus Stahlröhren, die sich symbolisch von Enge zum weiten Horizont nach Westen öffnet. Auch die lange und kurze Bank ist ein beliebtes Motiv und zugleich ein Ruheplätzchen. Gemeint ist hier natürlich u.a. man solle wichtige Dinge nicht auf die lange Bank schieben.

 
Weiter ging es 2023 auf dem Weg „durch Wald und Flur“ zwischen Dächingen und Altsteußlingen. Das ökologische Steinriegelprojekt bei der Doline am Kirchlau wurde von der Ortsgruppe Dächingen in Zusammenarbeit mit der Stadt Ehingen und der Längenfeld-Schule gestaltet.
Der dort aufgebaute Steinriegel in Form eines Fußabdruckes leistet einen symbolischen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt im Biosphärengebiet.

2024 machten wir uns auf den Rundweg um das Naturschutzgebiet „Hungerberg“ bei Frankenhofen, wo auf 6 km Länge mit 5 Schautafeln Ein- und Ausblicke in unsere Natur gezeigt werden.
Vorbei an der Hüle mit einem Bänkchen zum Ausruhen und Innehalten erreicht man die offene Landschaft und anschließend die Laubwälder von Heidenhau und Kohlhau. Weiter in Richtung Frankenhofen kommt man am Naturschutzgebiet „Hungerberg“ und an den uralten Hutebuchen vorbei. Auf den Wildwiesen am Hungerberg findet man im Frühjahr zahlreiche Blumen, darunter auch seltene Orchideen.
Am Aussichtspunkt „Schneckenhäule“ erreicht man mit 768 m Höhe den höchsten Punkt der Gemarkung mit einem weiten Blick nach Oberschwaben, das Alpenvorland und bei Fön bis in die Alpen.
Unsere Fotografien entstanden hauptsächlich im Frühjahr und Frühsommer während der Hauptblütezeit der Wildwiesen am Hungerberg.

Letztes und auch schon das Jahr davor ging es dann zum „Vogellehrpfad“ nach Granheim.
48 der hier auf der Schwäbischen Alb heimischen Vogelarten werden Ihnen auf dem Vogellehrpfad bei Granheim in 21 Schaukästen vorgestellt. Jeder Schaukasten ist mit einem Stimmenmodul ausgestattet, welches über einen Druckknopf aktiviert werden kann. Zu hören sind dann die jeweiligen zugehörigen Vogelstimmen zum Schaukasten. Dies ermöglicht Ihnen, die Vögel bei einem Ihrer nächsten Spaziergänge oder Wanderungen anhand der typischen Ruflaute zu erkennen.
Alle ausgestellten Vögel sind in aufwendiger Handarbeit aus Ton geformt und wurden liebevoll von Hand bemalt.
Vögel können nur dort leben, wo es auch Nahrung für sie gibt.
Viele Nisthilfen nutzen wenig, wenn das natürliche Umfeld der Vögel nicht mehr passt. Die Biodiversität spielt hier eine sehr große Rolle. Innerhalb eines Lebensraumes steht alles in enger Beziehung zueinander. Verschwindet ein Teil, wird das ganze System gestört. Beispielhaft sei hier der starke Rückgang von Insekten genannt, wodurch sich auch die Zahl der Vogelarten und deren Populationen deutlich reduziert hat, da ihnen die Nahrung fehlt.
Durch die Pflanzung einheimischer Beerensträucher oder durch Blumenwiesen und Blühstreifen wird den Vögeln wieder Schutz und auch Nahrung geboten. Die Sträucher tragen Früchte, an den Blättern der Hecken und Wildkräuter leben Insekten, welche wieder mehr Nahrung für die Vögel bieten.

  

Nur wer weiß, was er schützen will (und muß), kann dies auch tun.

 

Einweihung der neuen Groggenseeanlage zum Muttertag am 12.05.2024

Große Freude bei allen Beteiligten. Nach Fertigstellung der umfangreichen Baumaßnahmen fand die offizielle Einweihungsfeier für die Neugestaltung der Groggenseeparkanlage am Sonntag, 12. Mai statt.
Das kleine Einweihungsfest wurde musikalisch von der Stadtkapelle Ehingen mit ihrem traditionellen Muttertags-Standkonzert begleitet. Nach einer Ansprache von Oberbürgermeister Alexander Baumann wurde das Band von den maßgebend Beteiligten zerschnitten. Das Jugendzentrum gestaltete anschließend mit musikalischen Einlagen den weiteren Nachmittag.

Unsere Fotoclubmitglieder Nikolaus Fuchs und Bernhard Daiber haben die Einweihungsfeier in den nachfolgenden Bildern festgehalten.